Mi 4. März 2026
Es geschieht manchmal, dass die Seele wirklich Angst bekommt und sich wünscht, dass der Schmerz abflauen möge, damit sie nicht wirklich stirbt.
Damit ihr seht, falls ihr das einmal erleben solltet, dass auch hier ein Eingreifen unserer Schwachheit und Natur noch möglich ist, geschieht es manchmal, dass die Seele wirklich Angst bekommt und sich wünscht, dass der Schmerz abflauen möge, damit sie nicht wirklich stirbt, obwohl sie, wie ihr gesehen habt, im Begriff ist zu sterben, um sterben zu können, sobald der Druck so stark ist, dass ihr scheint, als würde ihr fast nichts mehr fehlen, um aus dem Leib herauszutreten. […]
Zwei Dinge scheint es mir auf diesem geistlichen Weg zu geben, die eine Todesgefahr bedeuten: Zum einen die genannte, die wirklich eine ist und keine geringe; zum anderen, die einer überschäumenden Freude und Beseligung, und das in einem so riesigen Übermaß, dass die Seele wirklich zusammenzubrechen scheint, so dass ihr nur noch eine winzige Kleinigkeit fehlt, um aus dem Leib herauszutreten. Das wäre wahrlich kein geringes Glück für sie!
Hier seht ihr, Schwestern, ob ich Recht hatte, als ich sagte, dass es des Mutes bedarf, und dass der Herr Recht hat, euch das zu sagen, wenn ihr um solche Dinge bitten solltet, was er den Söhnen des Zebedäus antwortete, ob sie den Kelch trinken könnten (Mt 20, 22). Alle werden wir, Schwestern, glaube ich, mit Ja antworten, und das sehr zu Recht, denn Seine Majestät schenkt derjenigen Kraft, von der er sieht, dass sie sie braucht, und in allem verteidigt er solche Seelen und tritt bei Verfolgungen und Schwätzereien für sie ein, wie er es für Magdalena tat (Lk 7, 44), wenn schon nicht mit Worten, so doch mit Taten.
Sechste Wohnungen der Inneren Burg 11, 9.11f.
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