Mo 2. März 2026
Hier muss sich nun, meine Schwestern, Eure Gottesliebe zeigen, indem Ihr großes Mitgefühl mit ihr habt.
Glaubt mir, auch diese Schwester hat weder den Erfindungsreichtum noch die Phantasie, um so vieles zu erfinden, wie sie es getan hat, und so hat der Böse es so eingefädelt, ihr die andere als Gefährtin zu geben, und ganz gewiss ist er es gewesen, der es ihr beigebracht hat. Gott sei mit ihr. Erstens meine ich, dass Ihr es Euch sehr zu Herzen nehmen sollt, sie in all Euren Gebeten Seiner Majestät anzuempfehlen. […] Hier muss sich nun, meine Schwestern, Eure Gottesliebe zeigen, indem Ihr großes Mitgefühl mit ihr habt, so wie Ihr es hättet, wenn sie eine Tochter Eurer Eltern wäre, wie sie ja die Tochter dieses wahren Vaters ist, dem wir so viel verdanken. […] Zweitens soll es Euch, zunächst einmal, nicht in den Sinn kommen, dass sie aus diesem Haus weggehen müsste, was eine Riesendummheit und keinesfalls richtig wäre, denn je mehr Ihr glaubtet, den Gefahren zu entrinnen, würdet Ihr in sie hineingeraten. Lasst Zeit darüber gehen, denn jetzt ist nicht die rechte Zeit für einen solchen Wechsel. […]
Das dritte wäre, dass Ihr ihr gegenüber keinerlei Lieblosigkeit begeht, vielmehr soll diejenige, die Oberin werden sollte, sie erst recht verwöhnen, und alle sollen ihr liebevoll und geschwisterlich begegnen.
Brief vom 3. Mai 1579 an Isabel de S. Jerónimo (Ct 294, 7-10)
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